Hallo Reader,
letzte Woche bei We Love Mondays teilte eine der Teilnehmerin folgendes Thema:
„Chrissi, ich möchte gerne öfter eine Pause machen. Etwas für mich tun. Mich auf den Balkon setzen mit einem Kaffee. Doch sobald ich mich hinsetze, kommt sofort das schlechte Gewissen und meine Gedanken kreisen um meine To Do Liste.“
Die anderen Frauen nickten zustimmend.
Offensichtlich ist sie mit dem Thema nicht alleine.
Ich fragte sie:
„Was genau erzählt dir dein Kopf, wenn du pausierst?“
Ihre Antwort kam sofort:
„Ich könnte doch noch so viel erledigen.“
Und da war sie. Die eigentliche Wahrheit.
Nicht die Pause ist das Problem.
Sondern deine Identität.
Die versteckte Gleichung in deinem Kopf
Viele leistungsorientierte Frauen haben eine unbewusste Formel verinnerlicht:
Wert = Produktivität
Liebe = Leistung
Sicherheit = Kontrolle
Wenn du aufhörst zu leisten, fühlt es sich nicht neutral an.
Es fühlt sich gefährlich an.
Denn dein Nervensystem hat gelernt:
Stillstand = Risiko.
Vielleicht, weil du früh gelernt hast, dass Anerkennung an Leistung geknüpft ist.
Vielleicht, weil Chaos oder Unsicherheit nur durch Funktionieren kompensiert wurden.
Vielleicht, weil du einfach immer „die Starke“ warst.
Also machst du weiter.
Auch wenn dein Körper längst leise (oder laut) protestiert.
(👉 Lade dir hier mein ABC Canvas runter, um limitierende Glaubenssätze zu überwinden)
Was wirklich passiert, wenn du dir keine Pause erlaubst
Kurzfristig fühlt es sich produktiv an.
Langfristig passiert etwas anderes:
- Deine Kreativität sinkt.
- Deine Reizbarkeit steigt.
- Deine Energie wird flacher.
- Du verlierst deine Leichtigkeit.
- Du hörst auf wirklich präsent zu sein.
Das Nervensystem ist nicht dafür gemacht, dauerhaft im Funktionsmodus zu laufen.
Doch all das weißt du bereits.
Du hast es kognitiv verstanden.
Doch Wissen alleine reicht nicht, um dein Verhalten zu verändern.
Sonst würde schon lange niemand mehr rauchen, wir alle würden uns gesund ernähren und täglich mindestens 8.000 Schritte gehen 🤷♀️
Warum reines Wissen nicht reicht
Wissen verändert keine Identität.
Solange du – bewusst oder unbewusst – glaubst:
- „Wenn ich eine Pause mache, verliere ich Zeit.“
- „Wenn ich eine Pause mache, bin ich schwach.“
- „Wenn ich eine Pause mache, bin ich faul.“
… wird jede Pause wie ein kleiner Identitätsbruch wirken.
Und ein Identitätsbruch fühlt sich gefährlich an.
Deshalb brauchst du mehr als Einsicht.
Du brauchst Beweise.
Und genau hier wird es konkret.
3 Schritte, um dein Wissen zu verkörpern (mit Beispiel)
Wenn du es ernst meinst und dir eine Realität erschaffen willst, in der du...
- völlig entspannt auf dem Balkon sitzt
- mit deinem Lieblingsgetränk in der Hand
- ohne schlechtes Gewissen
- obwohl noch nicht alle To Do's erledigt sind (denn let's be real: meine To Do Liste war das letzte Mal mit 19 Jahren als Praktikantin leer).
... brauchst du neue Erfahrungen, die - und hier kommt der Knackpunkt - deine früheren Überzeugungen widerlegen und deine Wunschüberzeugung stärken.
Das machst du in 3 Schritten.
Schritt 1: Identifiziere deine aktuelle Überzeugung
Zum Beispiel:
„Wenn ich mir Pausen nehme, verliere ich meinen Drive.“
Solange diese Überzeugung aktiv ist, wird dein System jede Pause sabotieren.
Schritt 2: Formuliere eine bewusste Gegenüberzeugung
Zum Beispiel:
„Ich will meine Ziele mit Leichtigkeit und im Flow erreichen. Pausen sorgen dafür, dass ich kreativ, klar und kraftvoll bleibe.“
Du musst sie noch nicht glauben.
Aber du musst bereit sein, sie zu testen.
Schritt 3: Teste deine neue Überzeugung
Letzte Woche saß ich müde am Schreibtisch.
Meine To Do Liste war lang.
Seit 30 Minuten versuchte ich einen LinkedIn Post zu schreiben.
Doch mein Körper fühlte sich leer und erschöpft an.
Statt auf meinen Kopf zu hören und "durchzuziehen" legte ich mich hin.
Ich machte mir eine Meditation an.
Und schlief ein.
Eine Stunde.
Bis es Zeit war meinen Sohn von der Schule abzuholen.
Meine To Do's waren nicht erledigt.
Dafür fühlte ich mich besser und hatte wieder Energie.
Ohne es zu planen, setzte ich mich Nachmittags auf's Sofa und hatte gleich zwei Ideen für LinkedIn Posts, die mir einfach von der Hand gingen.
Ich fühlte mich kreativ und spürte wie ich im Flow war.
Nicht trotz der Pause, sondern wegen ihr.
Und genau jetzt kommt der Knackpunkt.
Der entscheidende Punkt: Den Learning Loop schließen
So oft machen wir neue Erfahrungen - ohne sie zu integrieren.
Denn unsere alten Überzeugungen sitzen am Steuer und filtern unsere Wahrnehmung.
Wenn ich mir nicht bewusst gemacht hätte, dass ich Gegenbeweise für meine Überzeugung "wenn ich Pausen mache, verliere ich meinen Drive" sammeln will, hätte ich meinen Kreativitätsboost nach der Pause wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen oder zumindest nicht in Zusammenhang zu meiner Pause gesetzt.
Um deine Identität also wirklich zu verändern, musst du neue Erfahrungen integrieren.
Und zwar, indem du den Learning Loop schließt:
Wunschüberzeugung formulieren → Experiment → Erfahrung → bewusste Validierung (5-10x) → neue Identität
Der wichtigste Schritt ist die bewusste Validierung.
Ich habe mir aktiv gesagt:
„Die Pause hat meine Produktivität erhöht.“
„Ich arbeite besser, wenn ich meinem Körper vertraue.“
„Regulation steigert Performance.“
Erst dadurch beginnt dein System umzuschreiben:
Pause = mehr Produktivität
Pause = mehr Kreativität
Pause = mehr Flow
Ohne diesen Schritt überlässt du deine Identität dem Zufall.
Mit ihm gestaltest du deine Transformation.
Warum das so kraftvoll ist
Dein Nervensystem glaubt nicht, was du denkst.
Es glaubt, was du wiederholt erfährst.
Wenn du zehnmal bewusst erlebst, dass du nach einer Pause klarer, fokussierter und kreativer bist, beginnt deine Identität sich zu verschieben.
Von:
„Ich funktioniere nur unter Druck.“
Zu:
„Ich performe besser, wenn ich reguliert bin.“
Und plötzlich fühlt sich eine Stunde auf dem Balkon nicht mehr wie Schwäche an. Sondern wie Selbstführung.
Dein Experiment für diese Woche
Du kannst dieses Prinzip auf Pausen anwenden.
Oder auf jede andere Überzeugung, die dich aktuell limitiert.
Vielleicht glaubst du:
„Ich darf nicht anecken.“
„Ich muss alles alleine schaffen.“
„Ich bin nur wertvoll, wenn ich funktioniere.“
Wähle eine Annahme, die du gerne verändern würdest.
Und dann:
Teste bewusst eine neue.
Nicht im Kopf.
In der Realität.
Beobachte.
Reflektiere.
Und schließe den Loop.
Denn Identitätsveränderung funktioniert immer gleich:
Gedanke → Handlung → Erfahrung → Integration → neues Selbstbild.
Wenn du das strukturiert für dich durchgehen willst, habe ich dir mein ABC Canvas verlinkt.
Dort führe ich dich Schritt für Schritt durch diesen Prozess.
(👉 Hier ABC Canvas herunterladen.)
Meine Monday Motivation für dich
Reader, Pausen sind kein Zeichen von mangelnder Ambition. Und sie sind auch nicht das eigentliche Thema.
Das eigentliche Thema ist:
Welche Identität lebst du gerade –
und welche möchtest du verkörpern?
Antworte mir gern auf diese Email und verrate mir, welches Thema dich aktuell beschäftigt. Vielleicht schreibe ich nächste Woche dann genau darüber 💜
Auf ein Leben, das sich so gut anfühlt wie es aussieht.
Deine Chrissi
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