Hallo Reader,
letztes Wochenende hat mein Sohn sein erstes Business eröffnet.
Inspiriert von einem Freund, der an Weihnachten in Berlin einen Glühweinstand gebaut hat, hatte Atlas die Idee, hier am Strand in Malagá Zitronenlimo zu verkaufen.
Javi und ich fanden die Idee großartig und haben ihn dabei unterstützt. Also sind wir an mehreren Wochenenden zum Baumarkt, zu Ikea und zum Bastelladen gefahren und haben einen Limostand zusammengebaut.
Letzten Sonntag war es dann endlich soweit.
Mit der Musik von Michael Jackson im Hintergrund eröffnete Atlas sein erstes Business. Die ersten Gäste kamen - vor allem dank der tatkräftigen Unterstützung von seiner spanischen Oma, die ohne Scheu jeden Passanten darüber informierte, dass es hier Limo für 1€ gibt.
Dann - natürlich gut gemeint - wollte die Oma ihn dazu animieren, sich auch vor den Stand zu stellen und seine Ware anzupreisen. Doch das wollte er nicht. Ein Teil in mir wollte ihn auch dazu animieren - schließlich ist das gut für den Verkauf. Doch dann sagte mein Mann etwas so gutes:
"Diese Woche konzentrieren wir uns auf die Operations. Sales kann er nächstes Mal lernen."
Plötzlich verschob sich mein gesamter Blickwinkel.
Statt darauf zu schauen, was er noch besser machen könnte, nahm ich auf einmal wahr, wie viel Atlas gerade gleichzeitig bewältigte:
Er füllte die Becher mit Eis und Limo. Er kassierte das Geld. Er verstaute es ordentlich in seiner kleinen Kasse. Er beantwortete Fragen.
Und dazu kam noch all das, was von außen kaum sichtbar war.
Er stand plötzlich im Mittelpunkt. Er war Verkäufer. Er wollte alles richtig machen. Er bewegte sich in einer Situation, die komplett neu für ihn war.
Und da wurde mir klar, wie selten wir darauf blicken, was alles schon richtig gut läuft.
Egal, ob wir gerade einen neuen Skill lernen, eine neue Routine etablieren oder generell auf unser Leben schauen – unser Default ist fast immer:
Was könnte ich noch besser machen?
Dabei übersehen wir..
Was wir bereits gelernt haben.
Was wir bereits erreicht haben.
Wie viel wir heute managen, schaffen oder erledigen, was vor einem Jahr noch völlig überfordernd gewesen wäre.
Das Verrückte ist:
Wir glauben oft, dieser kritische Blick würde uns besser machen.
Doch häufig passiert das Gegenteil.
Wenn wir nie wahrnehmen, was bereits gelingt, fühlt sich Fortschritt irgendwann gar nicht mehr wie Fortschritt an. Dann bleibt nur noch das Gefühl, nie genug zu sein.
Ich habe das in den Augen meines Sohnes gesehen.
In dem Moment, als er das Gefühl bekam, etwas tun zu sollen, wofür er sich noch nicht bereit fühlte. Ich konnte beobachten, wie sich sein Körper anspannte.
Doch statt ihn zu pushen – denn schließlich lag allein dieser Limostand bereits außerhalb seiner Komfortzone – haben wir ihn selbst entscheiden lassen, worauf er sich heute konzentrieren möchte.
Wir haben ihn angefeuert. Wir haben geholfen, wenn er Hilfe brauchte. Und wir haben ihm am Ende gesagt, wie unfassbar stolz wir auf ihn sind.
Stell dir einmal für einen Moment vor, du würdest dich selbst mit denselben Augen betrachten.
Nicht nur das Ergebnis sehen.
Sondern auch den Mut.
Die Anstrengung.
Die Überwindung.
Die kleinen Schritte, die von außen niemand bemerkt.
Genau das verlieren wir uns selbst gegenüber irgendwann.
Wir sehen nur noch die Lücke zwischen dem, wo wir stehen, und dem Ort, an dem wir glauben, längst sein zu müssen.
Reflexion für deinen Inner Success
Reader, dazu möchte ich dich heute einladen.
Nicht darauf zu schauen, wo du noch besser sein könntest. Sondern darauf, was bereits gut genug ist. Wo machst du bereits Fortschritte Wo steckst du jeden Tag Energie hinein? Was hast du bereits erreicht?
Zoome einmal ganz bewusst heraus und blicke auf den Anfang dieses Jahres.
- Was ist seitdem entstanden?
- Worauf kannst du heute stolz sein?
- Und dann zoome wieder hinein.
Schau auf die letzte Woche.
- Wo warst du mutiger, geduldiger oder klarer als früher?
Um uns in unserem Leben anders zu fühlen, brauchen wir als erstes einen neuen Blickwinkel auf uns selbst. Dieser beginnt damit, wenn du aktiv darauf blickst, was bereits alles gut genug ist.
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Was ist dein Gut Genug? Antworte mir auf diese E-Mail und verrate mir, was bereits in deinem Leben gut genug ist und worauf du stolz bist.
Ich lese jede einzelne Antwort!
Auf ein Leben, das sich so gut anfühlt, wie es aussieht!
Chrissi
P.S.: Darf ich dich um einen Gefallen bitten?
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