Hallo Reader,
letzte Woche saß ich mit einer anderen Mama auf dem Sofa, Tee in der Hand, während unsere Söhne spielten.
Sie fragte mich nach meiner Arbeit, und ich sagte ihr, dass ich Frauen dabei helfe, sich zufrieden und erfüllt zu fühlen.
Gerade denen, die im Außen bereits vieles erreicht haben, was sie sich einst gewünscht haben – und trotzdem spüren, dass etwas fehlt.
Dann stellte sie mir eine Frage, die mich zum Nachdenken brachte:
„Hast du selbst schon Lösungen für all das gefunden?“
Ab da wusste ich: Das wird ein interessanter Nachmittag.
Sie erzählte mir:
„Ich habe vieles, was ich mir früher gewünscht habe.
Zwei gesunde Kinder.
Einen Mann, den ich liebe.
Eine Wohnung am Strand.
Ich muss nur arbeiten, wenn ich möchte.
Und trotzdem fühle ich mich verloren. Nicht zufrieden. Nicht lebendig.“
Ihre Worte hallten in mir nach.
Nicht, weil sie mich überrascht haben, sondern weil sie so erschreckend typisch sind.
Ich hörte darin nicht nur sie.
Ich hörte frühere Versionen von mir.
Und ich hörte unzählige Frauen aus meinen Coachings und aus We Love Mondays.
Also stellte ich mir erneut die Frage:
Was macht den größten Unterschied? Was löst echte Transformation aus – nicht nur kurzfristige Motivation?
Und genau darum geht es heute. Um den einen inneren Shift, der nachhaltig für Zufriedenheit sorgt. Nicht über Nacht, aber dafür garantiert, wenn du dich auf den Prozess einlässt.
Die simple Wahrheit, die niemand ausspricht.
Bedürfnisse sind für viele Frauen ein blinder Fleck.
Nicht, weil wir keine hätten.
Sondern weil wir früh gelernt haben, sie zu übergehen.
Wir wurden großgezogen mit der Idee, dass Bedürfnisse etwas sind, das man managt, optimiert, unterdrückt, verschiebt oder verhandelt.
Belohnt wurden wir, wenn wir..
Funktionieren. Leisten. Anpassen. Durchhalten.
Also arbeiten wir unsere To Do Liste ab.
Gehen von einem zum nächsten Termin.
Erreichen ein Ziel nach dem anderen.
Und irgendwann merken wir:
Wir funktionieren hervorragend.
Aber wir spüren nicht mehr.
Wir haben gelernt, was es braucht um im Außen erfolgreich zu sein. Doch niemand hat uns beigebracht, was es braucht, um im Inneren erfüllt zu sein.
Die simple Wahrheit, die niemand ausspricht:
Zufriedenheit entsteht nicht durch erreichte Ziele.
Sie entsteht durch gelebte Bedürfnisse.
Bedürfnisse sind die innere Architektur eines erfüllten Lebens.
Es gibt drei Ebenen, die wir betrachten dürfen, um das Fundament für unsere Zufriedenheit zu legen.
1. Klarheit: Was brauche ich wirklich, um mich zufrieden zu fühlen?
Die meisten Frauen können sagen, was sie tun sollten.
Wir sollten mal wieder mehr Sport machen.
Wir sollten uns Zeit für Themen nehmen, die liegen geblieben sind.
Wir sollten unsere Freundinnen mal wieder häufiger anrufen.
Und schon haben wir eine lange Liste an Erwartungen, die wir nur unzulänglich erfüllen.
Ein Beweis dafür, dass wir immer noch nicht genug tun.
Auch wenn wir schon am Limit sind.
Kaum jemand kann dir sagen, was sie brauchen.
Ich brauche Zeit für mich.
Ich wünsche mir mal wieder etwas mehr Abwechslung.
Ich wünsche mir Verbundenheit.
Ich möchte gerne mal wieder kreativ sein.
Bedürfnis haben etwas Sanftes.
Dahinter liegt ein Wunsch. Ein leises Versprechen, dass es sich schön anfühlen wird, wenn wir unserem Bedürfnis folgen.
Und genau deswegen trauen wir uns nicht dort hin zu schauen.
Denn wenn wir ehrlich zu geben, was wir uns wünschen, wüssten wir auch, dass es an uns liegt, uns darum zu kümmern.
Doch so viele von uns haben gelernt, dass es egoistisch ist.
Und damit kommen wir zur zweiten Ebene.
2. Erlaubnis: Darf ich mich wirklich gut fühlen?
Wenn es schon eine Challenge ist herauszufinden, was du brauchst, ist es mindestens genauso herausfordernd, dir zu erlauben, dieses Bedürfnis zu erfüllen.
Denn wir haben gelernt:
- erst geben, dann nehmen
- erst leisten, dann fühlen
- erst funktionieren, dann ausruhen
- erst alles im Außen stabilisieren, dann an uns selbst denken
Was wir nicht gelernt haben:
Dein Leben darf sich richtig richtig gut anfühlen.
Es geht NICHT darum, dass du so gerade durch den Tag kommst.
Du bekommst keinen Extra-Bonus am Ende deines Lebens, wenn du's dir richtig schwer gemacht hast.
Niemand wartet auf der Zielgeraden auf dich, um dir zu gratulieren, weil du besonders busy warst.
Also, lass es mich nochmal wiederholen:
Dein Leben darf sich richtig richtig gut anfühlen.
Und NEIN, das ist nicht egoistisch.
Ich bin sogar fest davon überzeugt, dass es dir nicht nur besser gehen wird, wenn sich dein Leben richtig gut anfühlt, sondern auch deinem Umfeld.
Deine Partnerschaft wird profitieren.
Du wirst zum Role Model für deine Kinder.
Du hast plötzlich viel mehr Energie, um Dinge zu bewegen, die wirklich einen Unterschied machen.
Um dir also zu erlauben, deine Bedürfnisse zu erfüllen, musst du diese nicht nur kennen, sondern dir auch erlauben, dass sich dein Leben lebendig, leicht, spielerisch, abenteuerlich – oder wie auch immer du es dir wünschst – anfühlen darf.
Dabei kannst nur du selbst entscheiden, ob du am liebsten in einer Hütte im Wald mit ein paar Hühnern im Garten leben würdest, oder jeden Tag auf einer anderen Bühne deine Message verbreiten willst.
Der Punkt ist: Du kannst kein erfülltes Leben führen, wenn du dir nicht erlaubst, erfüllt zu sein.
3. Kommunikation: Wie stehe ich für meine Bedürfnisse ein?
Deine Bedürfnisse zu kennen ist der Anfang.
Sie dir zu erlauben ist ein Durchbruch.
Sie im Außen zu kommunizieren und zu verteidigen, dafür gibt's die Goldmedaille.
Das sind die Momente, in denen du sagst:
- „Ich brauche eine Pause.“
- „Ich brauche Raum.“
- "Nein, das kann ich so leider nicht mehr machen."
- „Hier ist meine Grenze.“
In diesem Augenblick veränderst du nicht nur dein Verhalten, sondern deine Identität.
Du wirst zu einer Person, die ihre Bedürfnisse nicht nur kennt, sondern auch ernst nimmt.
Dabei geht nicht darum, anderen vor den Kopf zu stoßen oder sie zu enttäuschen, sondern viel mehr darum zu definieren, was für dich ok ist.
Deine Grenzen werden zum inneren Kompass, der sagt:
„So behandle ich mich.
Und so erwarte ich, behandelt zu werden.“
Natürlich wirkt das auf dein Umfeld.
Grenzen verschieben Dynamiken.
Sie verändern Beziehungen.
Sie schaffen Klarheit, wo vorher Unschärfe war.
Das kann auch mal Reibung erzeugen.
Doch aus Erfahrung kann ich dir sagen:
Die einzigen, die sich an deinen neuen Grenzen stören, sind die, die bisher davon profitiert haben, dass du keine hattest.
Der Rest wird sich mit dir weiterentwickeln und dir mit mehr Respekt begegnen.
Warum Bedürfnisse so ein unterschätzter Game Changer sind
Bedürfnisse durchdringen alles.
Deine Stimmung.
Deine Beziehungen.
Deine Karriere.
Deinen Selbstwert.
Deine Energie.
Deine Grenzen.
Deine Entscheidungen.
Du kannst kein zufriedenes Leben bauen, wenn deine Bedürfnisse unerfüllt sind.
Deine Bedürfnisse sind das Betriebssystem deiner inneren Welt. Wenn du sie ignorierst, fühlt sich dein Leben nie wirklich nach dir an. Wenn du sie ernst nimmst, wartet Zufriedenheit auf dich.
Drei Fragen, um deine Bedürfnisse zu entdecken
Wenn du heute nur etwas aus diesem Newsletter mitnimmst, dann das Gefühl, dass Zufriedenheit kein Zufall ist, sondern die Folge davon, wie ehrlich du mit dir selbst bist.
Hier drei Fragen für deinen Inner Success:
- Welches Bedürfnis meldet sich in deinem Leben gerade am lautesten – und wo unterdrückst du es noch?
- Welche Erlaubnis müsstest du dir selbst geben, damit dieses Bedürfnis Raum bekommt?
- Welche Grenze müsstest du setzen, um dieses Bedürfnis zu schützen?
Teile deine Antwort gern mit mir per Mail. Ich liebe es von dir zu lesen!
Meine Monday Motivation für dich
Reader, du brauchst kein neues Ziel.
Du brauchst keinen besseren Plan.
Du brauchst nicht mehr Disziplin.
Du brauchst dich.
Mit deinen echten Bedürfnissen.
Unverfälscht. Ungeschönt. Ungemanagt.
Sobald du deine Bedürfnisse ernst nimmst, verändert sich alles.
Auf ein Leben, das sich so gut anfühlt wie es aussieht.
Deine Chrissi
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