Hallo Reader,
ich habe in den letzten Wochen viel darüber nachgedacht, warum ich mich gerade zufriedener, leichter und freier fühle als je zuvor.
Und eine Erkenntnis hat mich dabei überrascht.
Weil sie so… unspektakulär ist.
Ich habe gelernt, mein „ganz normales Leben“ zu lieben.
Instagram Reels sind keine gute Inspiration für deinen Alltag
Früher sollte immer alles besonders sein.
Mein Business sollte wachsen.
Meine Beziehung sich leicht anfühlen.
Meine Morgenroutine perfekt sein.
Ich als Mama geduldig, präsent, ausgeglichen – am besten alles gleichzeitig.
Ich hatte ein klares Bild davon, wie mein Leben aussehen sollte.
Und alles, was nicht in dieses Bild gepasst hat, war…
… irgendwie nicht genug.
Zu langsam. Zu gewöhnlich. Zu unspektakulär.
Das Verrückte ist:
Es waren nie die großen Dinge, die mich unzufrieden gemacht haben.
Es war das Gefühl, dass ich im Alltag ständig „mehr“ machen müsste.
Während ich Wäsche aufgehängt habe, dachte ich an meine To Do Liste. Während ich gekocht habe, dachte ich, ich könnte diese Zeit effizienter nutzen. Während mein Sohn mir zum fünften Mal eine ausgedachte Geschichte erzählt hat, war ich gedanklich schon beim nächsten Termin.
Ich war immer leicht woanders.
Mach Unspektakulär zu deinem Besonders
Viele von uns haben gelernt immer nach vorne schauen.
Zum nächsten Schritt.
Zum nächsten Ziel.
Zum nächsten besseren Moment.
Und das funktioniert. Für eine Zeit.
Bis wir merken:
Im Außen haben wir ein beeindruckendes Leben aufgebaut.
Doch wir haben nie gelernt, es auch zu fühlen.
Genau das hat sich in den letzten Wochen und Monaten bei mir verändert.
Heute hänge ich Wäsche auf und höre Musik dabei.
Mein Sohn und ich denken uns zusammen Stories aus.
Mein Mann und ich tanzen manchmal einfach so in der Küche.
Nichts davon ist ein krasser Meilenstein oder steht auf meinem Vision Board.
Und genau das ist der Punkt.
Diese Momente, die ich früher als weniger wichtig erachtet habe, weil sie das „Dazwischen“ waren, sind heute zu meinen Lieblingsmomenten geworden.
Ambition und Zufriedenheit dürfen co-existieren
Mein Anspruch hat sich nicht verändert.
Ich bin immer noch ambitioniert.
Ich liebe es, Dinge aufzubauen.
Ich liebe Wachstum.
Ich liebe es, mich weiterzuentwickeln.
Aber ich habe aufgehört zu glauben, dass Zufriedenheit erst danach kommt.
Früher dachte ich:
Wenn ich erstmal…
… entspannter bin … mehr erreicht habe … besser organisiert bin..
Dann kann ich mein Leben genießen.
Heute weiß ich:
Das passiert nicht automatisch.
Wenn du nicht lernst, das Leben im Jetzt wahrzunehmen, wirst du auch im „Danach“ wieder beim nächsten Ziel sein.
Dann bist du gefangen im Hamsterrad aus 'Mehr'.
Und vielleicht ist das der eigentliche Flex, über den niemand spricht:
Lerne die Durchschnittlichkeit deines Lebens anzuerkennen. Die kleinen, mondänen, alltäglichen Momente zu lieben.
Denn du entscheidest, ...
... ob du beim in die Schule bringen coole Musik anmachst und ihr zusammen singt.
... ob du deinem Partner einfach mal so um den Hals fällst, wenn du ihn siehst.
... ob du einfach mal so ein Eis essen mit dir selbst gehst.
Klingt nicht sexy, ist es aber
Wenn du jetzt denkst, dass das nicht besonders sexy klingt und vor allem auch nicht so aufregend aussieht, wie das kuratierte Leben deiner Lieblings-Influencer hast du natürlich Recht.
Doch wenn du plötzlich spürst, wie dein Partner dir wieder tief in die Augen blickt, du beim Spazierengehen den Wind auf deiner Haut spürst und durch's ehrliche Zuhören Gänsehaut beim nächsten Gespräch mit deiner besten Freundin bekommst - dann weiß ich nicht, was sexier ist als das.
Vielleicht geht's einfach nicht darum, dass dein Leben ständig wie ein Reel aussieht. Sondern viel mehr darum, dein Leben nicht ständig als „noch nicht genug“ zu bewerten.
Stell dir mal vor, du bringt deine Aufmerksamkeit, deine Energie, deine Lebendigkeit in die alltäglichen Momente deines jetzigen Lebens...
... was würde sich verändern?
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Auf ein Leben, das sich so gut anfühlt wie es aussieht!
Deine Chrissi
P.S.: Darf ich dich um einen Gefallen bitten?
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