Hallo Reader,
kognitiv weißt du, dass dir Pausen gut tun.
Du verstehst, dass es sinnvoll ist, nicht pausenlos von To Do zu To Do zu springen.
Doch in dir gibt es diese Stimme, die dich zu ständiger Produktivität ermahnt:
- "Statt auf dem Sofa zu liegen, könntest du jetzt auch die Wäsche waschen."
- "Die Sonne scheint... Das bedeutet, du solltest jetzt draußen sein."
- "Einfach so entspannt auf dem Balkon Kaffee trinken?! Deine To Do Liste ist viel zu voll!"
Wenn du genau weißt, von welcher Stimme ich rede, dann geht es dir genauso wie mir.
Wenn ich mich genug optimiere, brauche ich keine Pausen
Früher konnte ich nicht abschalten, zumindest nicht ohne schlechtes Gewissen. Ich dachte, wenn ich mich genug optimiere, könnte ich immer vor Energie sprühen.
Doch in Wahrheit liebte ich es schon immer, einfach mal stundenlang auf dem Sofa zu liegen und nichts zu tun. Mich in Bücher oder Serien zu verlieren. Bis mein Akku wieder aufgetankt war, um meine eigene Story weiterzuschreiben.
Deswegen war dieser Sonntag für mich so magisch.
Ursprünglich hatte ich geplant, was zu unternehmen. Vielleicht an den Strand, vielleicht in die Stadt. Doch ich merkte, mein Akku ist leer und ich brauche vor allen Dingen eins: Eine Pause.
Obwohl draußen die Sonne schien.
Obwohl ich mich gern 'produktiv' fühle.
Obwohl ich denke, mein Sohn müsse mindestens 1x am Tag raus.
All diese Gedanken ließ ich los und entschied mich stattdessen auf mein Gefühl zu hören.
Wir bauten morgens eine Höhle im Wohnzimmer. Haben Pfannkuchen gefrühstückt. Und danach Churros mit Schokolade. Dann schliefen wir alle zusammen für 2 Stunden auf dem Sofa. Später baute Atlas Lego während ich mein Fantasy Roman bei ihm im Zimmer laß. Wir spielten Kartenspiele und bestellten abends Pizza.
Zwischendurch, wenn die Gedanken hochkamen, die alle mit "Sollte ich nicht eigentlich...?" begannen, fragte ich mich:
- Ist dieser Gedanke gerade hilfreich?
- Wie will ich mich heute fühlen?
- Wie will ich mich heute verhalten?
- Welcher Gedanke hilft mir dabei?
Statt schlechtes Gewissen, wollte ich mich gestern entspannt fühlen und den Moment genießen.
Diese Gedanken halfen mir dabei:
- Ich darf mich erholen.
- Leistung und Erholung gehören zusammen.
- Ich genieße das Nichts-Tun mit meiner Familie.
- Ich tanke meinen Akku gerade auf.
Außerdem erinnerte ich mich bewusst an Situationen aus meiner Vergangenheit, wo ich mich nach einer Pause wieder viel energiegeladener fühlte. Das dient meinem Gehirn als zusätzlicher "Beweis", das ich gerade nicht "faul" bin, sondern mir die Erholung sogar dabei hilft produktiv zu sein.
Auch hier gilt:
Arbeite mit dir und nicht gegen dich.
Wenn dir Leistung wichtig ist und sich Entspannung 'faul' anfühlt, dann lass deine Pausen Teil deiner High Performance Routine werden.
Nutze das ABC Modell, um negative Gedanken umzuschreiben
Diese Fragen stammen aus dem ABC-Modell aus der kognitiven Verhaltenstherapie, das dir dabei hilft negative, automatische Gedanken in hilfreiche Gedanken umzuschreiben. Das ist eines der Lieblingstools meiner Coachees.
Hier habe ich für dich ein Worksheet erstellt, damit du es ausprobieren kannst. Damit kannst du in 5 Schritten erkennen, welche Gedanken dir wirklich dienen.
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Welcher Gedanke steht dir oft im Weg? Antworte mir gerne auf diese E-Mail und wir schauen gemeinsam drauf.
Auf ein Leben, das sich so gut anfühlt, wie es aussieht.
Chrissi
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