Hallo Reader,
vorletzte Woche war ich richtig gestresst. Ich kann dir gar nicht sagen, warum. Da ich gerade an einem großen Projekt arbeite (dazu in den kommenden Wochen mehr), habe ich bewusst vieles abgesagt. Mein Terminkalender ist demnach gar nicht so voll.
Und doch habe ich den Stress in jeder Zelle meines Körpers gespürt. Ich habe schlecht geschlafen. Und selbst meine Workouts haben mich mehr gestresst als sie mir gut getan haben.
Kennst du das auch Reader, Dieses diffuse Gefühl konstant im Alarmmodus zu sein ohne richtig zu wissen, warum?
Heute, vierzehn Tage später, sitze ich hier und mir geht es viel besser. Ich würde nicht sagen, dass ich tiefenentspannt bin. Doch ich schlafe wieder durch (außer Atlas weckt mich mitten in der Nacht, damit ich ihn wieder zudecke 🤷♀️) und meine Gedanken drehen sich nicht mehr konstant im Kreis.
Dinge, die mir geholfen haben mein Nervensystem zu beruhigen
Ich gebe dir jetzt keine Liste mit den 5 Top-Tipps gegen Stress, denn die kennst du sowieso schon, sondern nehme dich mit in konkrete Situationen. Was habe ich konkret anders gemacht, wozu habe ich Nein und wozu Ja gesagt.
1. Neue Regeln für's Handy
Ok, wir starten also doch mit einem der Top-Tipps gegen Stress. Denn unser Handy ist und bleibt einfach die größte Stressfalle. Jedes Mal, wenn du's in die Hand nimmst, ist schwer absehbar, wie viel gestresster du danach bist.
Vielleicht kennst du's auch:
Eigentlich willst du nur schnell den Namen eines Cafés checken. Doch ganz automatisch checkst du schnell deine E-Mails, schaust in WhatsApp rein und öffnest LinkedIn. Fast immer hast du danach mehr auf deiner mentalen To Do Liste stehen als zuvor.
Die Apps auf unseren Smartphones sind literally dazu designt, uns abhängig zu machen. Deswegen reicht es nicht, dir vorzunehmen, dass du dein Handy einfach weniger in die Hand nimmst. Statt Willensstärke, brauchst du neue Regeln.
Meine 'neuen' Smartphone-Regeln:
- Keine Social Media Apps auf meinem Handy (Linkedin + Instagram sind mal wieder von meinem Handy runtergeflogen).
- Bewusste handyfreie Momente: Wenn ich mit Atlas beim Fußballtraining bin, bleibt das Handy im Auto. Statt dort noch schnell drei Mails zu beantworten, schaue ich ihm zu und verpasse auch nicht den Augenblick, wo er mir nach einem Pass einen stolzen Blick zuwirft.
- Slot für WhatsApp: Bevor ich Feierabend mache, beantworte ich offene WhatsApps. Dafür nehme ich mir 30 Minuten Zeit. Das ist die Regel. Hier gibt's natürlich Ausnahmen - vor allem für die Familie.
- TBC... Aktuell überlege ich mir ein zweites Handy zuzulegen oder noch striktere Bildschirmzeiten & Co. anzulegen. Mein Mann ist soweit gegangen, dass er Mails und selbst seinen Browser gelöscht hat.
2. Annehmen statt kämpfen
Auf die Gefahr hin, dass du mich für verrückt erklärst und mir gleich ein Foto deiner To Do Liste schickst, bin ich zunehmend davon überzeugt:
Stress entsteht in deinem Kopf. Jedes Mal, wenn du dagegen ankämpfst, was ist.
Hier eine Situation, in der ich fast ausgeflippt bin.
Atlas lässt sich mal wieder den ganzen Morgen gaaaaanz viel Zeit. Egal, um was es geht, alles dauert extra lange. Kurz bevor wir aus dem Haus gehen, stellt er fest, dass ALLE seine Hosen kaka sind und kratzen. Also zieht er sich aus, schmeißt sich auf's Bett und sagt er bleibt zu Hause während ich ihn gedanklich in seiner Unterhose ins Auto schleppe.
Was stresst mich in dem Moment? Ist es Atlas, der mich stresst? Nein. Es ist mein Wunsch, ihn pünktlich in die Schule zu bringen. Dazu noch die Erwartung, dass er gefälligst auf mich zu hören hat (haha, weil das in meiner Kindheit schon so gut funktioniert hat). Und der Wunsch, nach einer kurzen Nacht meine Ruhe zu haben.
Also kämpfe ich gegen die Situation, weil ich nicht will, dass sie so ist, wie sie ist. Und das stresst mich wahnsinnig.
In dem Moment, indem ich mich hineinlehne in die Situation und sie so annehme wie sie ist, entspannt sich ALLES. Ich entspanne mich. Mein Sohn entspannt sich. Dann kommen wir halt zu spät. So what?!
Was gerade noch ein Big Deal für mich war, gerät in den Hintergrund. Ich frage ihn was los ist und stelle eine Verbindung zu ihm her. Die Hosen sind alle kaka - ich verstehe. Gleichzeitig erkläre ich ihm auch, dass wir zu spät kommen und wir jetzt nur diese 5 Hosen zur Auswahl haben. Alternativ kann er eine Leggings und kurze Hose anziehen. Ich kann leider keine neue Hose herzaubern und er muss sich entscheiden. Dann gehe ich raus und atme. Weil ich mich noch im Annehmen übe. Und tada, ein paar Minuten später, hat er eine Hose an. Die findet er zwar immer noch kaka, aber immerhin machen wir Fortschritt.
Ich bin mittlerweile in voller Akzeptanz, dass wir 20 Minuten zu spät kommen werden und suche noch schnell seine Lieblingscap mit ihm - damit nicht alles kaka ist. Und plötzlich spüre ich ein ganz anderes Gefühl in mir. Das Gefühl, dass ich stolz auf mich bin, weil ich weder implodiert noch explodiert bin. Ein Fortschritt.
3. Ich verschaffe mir den Raum, den ich brauche
Hand auf's Herz: wie oft fühlst du dich gefangen - von deiner To Do Liste, deinem Kalender, deinem Alltag?
Etwas, was ich radikal verändert habe, ist der Blick auf mich, meine Bedürfnisse und meine Prioritäten. Denn das größte Bottleneck, was ich bezüglich meines Stresslevels festgestellt habe, sind Momente, in denen ich mich treiben lasse, in denen ich einfach nur bin.
Also habe ich ein Experiment gewagt und Recovery noch stärker priorisiert.
So sieht das gerade konkret aus:
- Morgens meditiere ich für 20 Minuten und stelle mir meine Zukunft vor. Ich manifestiere nicht noch krassere Ziele und Projekte, sondern ein entspanntes Nervensystem. Ich stelle mir vor, wie ich für alles Zeit habe, das Leben genieße und mich ganz entspannt meinen Prios widme. Damit setze ich bewusst die Intention, wie sich mein Tag anfühlen darf.
- Nachdem Atlas in der Schule ist, journale ich bevor ich den Laptop aufmache. Ich lasse alles raus, was mich beschäftigt für 10-30 Minuten. Alle aufgestaute Energie, die keinen Platz hat in unseren vollgestopften Kalendern, kommt raus und noch etwas anderes passiert: meine Wünsche äußern sich ganz frei. Es kommen neue Ideen oder Impulse hoch. Ich fühle mich verbunden mit mir selbst.
- Ich gehe raus, wenn es mir zu viel wird. Nach einem vollen Arbeitstag und Nachmittag mit Atlas bin ich zum Abendessen manchmal einfach erschöpft. Früher hielt ich daran fest, dass wir immer zusammen essen. Doch wenn ich gerade eine Pause brauche, lege ich mich hin oder gehe raus spazieren. Mein Mann und Atlas reden dann über das Römische Reich, Ninjas oder andere Lieblingsthemen, die mich nicht so interessieren und finden's auch voll ok. Oft leben wir nach Regeln, die wir nie hinterfragt haben. Statt mich also als Zombie an den Tisch zu setzen, schaue ich jetzt was mir wirklich gut tun würde.
Eine Rebellion gegen Stress, Hustle und Always On.
Hinter alle dem, tobt in mir eine innere Rebellion, die ich schon seit Jahren spüre, gerade aber immer lauter wird.
Diese Idee, dass höher, schneller, weiter das ultimative Ziel ist. Dass man nur ambitioniert ist und außergewöhnliches erreicht, wenn man sich zugrunde arbeitet.
Ich bin hier um das Gegenteil zu beweisen.
Ich baue mir mein Business passend zu meinem Leben herum auf - nicht andersherum. Ich mache nachhaltig einen Unterschied im Leben meiner Coachees. Ich arbeite gerne und ich habe viel Zeit für meine Familie.
Und wenn ich eins gerade besser verstanden habe als je zuvor: Es ist genug Zeit da. Durch all die unwichtigen Ablenkungen in unserem Alltag haben wir oft das Gefühl, dem sei nicht so. Doch das ist eine Lüge.
Wenn du mitmachen willst, bei der Anti-Hustle Rebellion, dann setz dich jetzt auf die Warteliste von We Love Mondays. Im Herbst startet die 8. Kohorte. Über 100 Frauen gestalten sich bereits ein Leben, das nicht nur gut aussieht, sondern sich auch so anfühlt.
>> Jetzt auf die Warteliste setzen (+ Bonus bekommen)
Reader, was ist eine Sache, die du diese Woche bewusst anders machst, um dein Leben zu entschleunigen? Wozu sagst du bewusst NEIN? Wozu sagst du bewusst JA?
Du hast es verdient, dass sich dein Leben außergewöhnlich anfühlt!
Deine Chrissi 💜
P.S.: Hilf mit, unsere Community zu vergrößern!
Teile den Newsletter, um mehr Frauen dabei zu unterstützen, sich ein Leben zu erschaffen, dass sich großartig anfühlt
Hier ist der Link zur Anmeldung -->
| Wie hat dir diese Ausgabe gefallen? |
|
|
|
|