Hallo Reader,
ich habe gerade das Gefühl, dass Beziehungen kollektiv auf dem Prüfstand stehen.
Während wir unseren Söhnen beim Fußballspielen zu sehen, erzählt mir eine andere Mama davon.. Im Freundeskreis ist es Thema.. Beim Kurzen WhatsApp Austausch mit einer Bekannten bekomme ich es mit..
Überall höre ich von Trennungen, Scheidungen oder Gesprächen wie: "Ich weiß nicht, ob wir das noch hinkriegen."
Ich selbst kenne das auch.
Dieses Gefühl, dass Javi und ich nebeneinander her leben, uns mehr streiten als wir uns liebevolle Blicke zu werfen und die Zweifel zunehmen, ob wir hier wirklich richtig sind.
Diese 4 Learnings bringen uns auch nach 14 Jahren immer wieder zueinander zurück.
1- Es gibt kein Plan B.
Es gab Zeiten, da haben wir sehr viel gestritten. Gerade nach der Geburt unseres Sohnes als Schlafmangel, Mental Load, verschobene Verantwortungen und neue Rollen dazukamen.
In solchen Zeiten ist es leicht, sich vorzustellen, wie es nach einer Trennung weitergehen würde. Doch Gedanken wie "Mal schauen, ob's klappt" lassen wir nicht zu einem echten Szenario werden, sondern fragen vorher: "Wie schaffen wir es, dass es klappt?"
100% Commitment gerade in schweren Zeiten.
Denn ich will mit diesem Mann am Ende meines Lebens auf der Veranda im Schaukelstuhl sitzen (auch wenn ich ihm gerade einen (weichen) Fußball gegen den Kopf knallen könnte).
2- Beziehungen brauchen Aufmerksamkeit.
Das klingt banal, aber ich glaube, genau daran scheitern viele Beziehungen.
Wir investieren viel Energie in Wachstum, Weiterentwicklung und Ziele. Wir messen unseren Wert an unserem Kontostand, Status und Karrierelevel - doch nicht daran, wie verbunden wir uns in unserer Partnerschaft fühlen.
Stell dir mal vor du würdest es zu deiner Aufgabe machen, befördert zu werden - nicht in deinem Job, sondern auf's nächste Level in deiner Partnerschaft.
Was würde sich verändern?
Wofür müsstest du Verantwortung übernehmen?
3- Liebe ist ein Verb.
Wenn unser Körper Sauerstoff zum Atmen braucht, braucht unsere Seele das Gefühl, gesehen zu werden.
Bekommen wir das über einen längeren Zeitraum nicht, sitzen irgendwann zwei Menschen nebeneinander, die sich nicht verstanden fühlen. Während beide darauf warten, dass der andere ihnen Anerkennung, Wertschätzung oder Nähe gibt.
Hint: Warten ist passiv. Doch Liebe ist ein Verb.
Das impliziert, dass es hier etwas aktiv zu tun gibt.
Sei es die Minute, die ich mir dafür nehme, Javi morgens lange zu umarmen, weil Körperkontakt seine Love Language ist - obwohl innerlich in mir die Uhr tickt. Oder wenn ich daran denke, ihm Videos vom Fußballtraining zu schicken, weil er sich darüber freut - auch wenn ich gerade mit der Mama neben mir quatsche.
Hier gibt's kein Richtig oder Falsch. Finde heraus, was deinem Partner wichtig ist und lieb ihn so wie er's braucht (nicht wie du es dir wünschst!).
4- Männer brauchen Anerkennung. Frauen Aufmerksamkeit.
Auf die Gefahr hin, dass du dich jetzt von dem Newsletter abmeldest, weil ich dir hier zu sehr stereotypisiere, hat sich folgende Wahrheit zu oft bestätigt um sie zu ignorieren.
Männer fühlen sich geliebt, wenn sie deine Anerkennung bekommen. Nichts macht sie glücklicher, als zu wissen, dass es ihrer Frau gut geht und sie dazu beitragen. Nichts frustriert sie mehr, als das Gefühl zu haben das Gegenteil ist der Fall und sie wissen nicht, was sie tun können. Kurz gesagt: Sie wollen der Held in deinem Leben sein (auch wenn sie dir vielleicht schon länger nicht mehr das Gefühl gegeben haben).
Frauen fühlen sich geliebt, wenn sie ungeteilte Aufmerksamkeit bekommen. Wenn Männer kleine Details wahrnehmen. Wenn die Push Notification nicht wichtiger ist, als das Gespräch. Wenn statt einem bloßen Nicken, interessierte Rückfragen gestellt werden. So bekommst du das Gefühl, du bist die Queen im Leben deines Mannes.
Wenn du dir mehr Nähe in deiner Beziehung wünschst, mach den ersten Schritt.
Gib deinem Mann das Gefühl, er ist dein Held. Bedanke dich bei ihm für etwas, was dir wichtig ist. Schenke ihm deine (aufrichtige!) Anerkennung und sag ihm, wie dankbar du bist, dass er der Mann an deiner Seite ist.
Banales Beispiel: Javi bringt immer den Müll bei uns raus. Dafür bedanke ich mich nicht jedes Mal, aber letzte Woche habe ich ihm mal wieder gesagt, dass es ihm dafür wirklich dankbar bin, weil ich es überhaupt nicht gerne mache.
Ich glaube nicht, dass sich gerade so viele Menschen trennen, weil plötzlich alle „den falschen Partner“ haben.
Ich glaube, viele von uns haben einfach nie gelernt, wie man langfristig eine Beziehung führt. Wie man durch Krisen wächst. Wie man verbunden bleibt. Wie man wieder weich wird, obwohl man verletzt ist.
Genau darüber spreche ich nächste Woche mit mit Linda-Marlen Leinweber im Honest Talk.
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Auf ein Leben, das sich so gut anfühlt wie es aussieht,
Deine Chrissi 💜
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