Hallo Reader,
„Das mache ich, wenn meine To-Do’s erledigt sind.“
Ein Satz, den wir alle kennen und nur selten hinterfragen.
Weil er vernünftig klingt.
Erwachsen.
Verantwortungsvoll.
Und gleichzeitig ist er einer der Sätze, mit denen wir unser Leben am zuverlässigsten auf Abstand halten.
Denn die Wahrheit ist unbequem:
Die To-Do-Liste wird nie leer sein.
Wenn Funktionieren zur Hauptidentität wird
Viele von uns sind sehr gut im Erledigen.
Im Reagieren.
Im Verlässlich-sein.
Ich nehme an, du kennst das auch?
Du beantwortest Mails.
Hältst Deadlines.
Kümmerst dich.
Du verbringst den ganzen Tag im Hustle.
Doch hast am Ende des Tages trotzdem das Gefühl, nichts geschafft zu haben.
Weil du das, was wirklich wichtig ist, immer wieder nach hinten schiebst.
Der Tanzkurs mit deinem Partner.
Die Strategie, für die du dir mal 2h blocken wolltest.
Die Weiterbildung, die dir schon ewig im Kopf rum schwirrt.
Ein Nachmittag mit den Kids, an dem du etwas Besonderes planst.
All das rutscht immer wieder ans Ende deiner To Do Liste.
Denn Funktionieren wird belohnt.
Lebendigkeit weniger.
Der tiefere Mechanismus hinter dem Glaubenssatz
„Das mache ich, wenn meine To-Do’s erledigt sind“ ist selten ein Zeitproblem.
Es ist ein inneres Arrangement, das zum Einen darauf beruht, dass wir die Prioritäten anderer unbewusst über unsere eigenen stellen.
Und zum anderen hält uns diese Überzeugung in unserer Komfortzone gefangen.
Wir müssen nicht selbst entscheiden, wie wir unsere Zeit sinnvoll nutzen.
Wir müssen nichts Neues ausprobieren.
Wir öffnen nie den Raum für große Fragen, wie:
- Was will ich wirklich?
- Was fehlt mir?
- Was habe ich mir abgewöhnt zu wollen?
„Das mache ich, wenn meine To-Do’s erledigt sind“ schützt uns vor innerer Reibung. Vor Unsicherheit. Vor möglichen Konflikten.
Vor der Angst, jemanden zu enttäuschen.
Vor der Angst, ehrlich hinzuschauen, wo wir gerade wirklich stehen.
Warum „wichtig“ so viel schwerer ist als „dringend“
Dringende Dinge geben uns Struktur.
Sie sagen uns, was zu tun ist.
Sie halten uns in Bewegung.
Wichtige Dinge stellen Fragen.
Nach Richtung.
Nach Sinn.
Nach dem Leben, das wir führen wollen.
Und genau deshalb sind sie anstrengender.
Nicht zeitlich, sondern emotional.
Eine Beobachtung aus meinem Leben
Ich habe lange geglaubt, ich würde mir irgendwann Zeit nehmen
für das, was mir wirklich wichtig ist.
Wenn ich x, y, z erledigt habe, dann werde ich die Zeit haben.
Für Tiefe.
Für Gestaltung.
Für neue Abenteuer.
Für die Dinge, die nicht sofort messbar sind.
Bis ich feststellte:
Dieser „irgendwann“-Moment kommt nicht.
Niemand schenkt mir plötzlich mehr Zeit.
Meine To Do Liste ist nie leer.
Heute mache ich es bewusst andersherum.
Ich frage mich, was ist dieses Jahr, diesen Monat, diese Woche, heute wirklich wichtig?
Wie will ich am Ende des Jahres, des Monats, der Woche, des Tages zurückblicken?
Was sind die Top 3 Prios, die mich zufrieden und stolz machen?
Diese plane ich zuerst ein.
Am liebsten verbindlich.
- Mein Personal Growth Trip für September ist gebucht.
- Jeden Montag treffe ich mich mit einer Co-Creation Gruppe zum Schreiben (hier entsteht dieser Newsletter).
- Meinen Sohn möchte ich dieses Jahr 1x pro Monat á casa abholen (d.h. vor dem Mittagessen), weil er sich das so wünschst (und das hier ist mein Reminder, die Termine im Kalender zu blocken 😇)
- Für ein großes Projekt, was dieses Jahr ansteht und ich bald bekannt geben werde, habe ich mir bereits Unterstützung geholt.
Das läuft auch bei mir nicht perfekt.
Doch der Switch von 'dringend' zu 'wichtig' hat bei mir eine ganz neue innere Haltung ausgelöst.
Der eigentliche Perspektivwechsel
Früher dachte ich, ich müsste nur meine To Do Liste besser managen. Brauche mehr Struktur. Einen besseren Plan.
Doch vielleicht geht es gar nicht darum, die To-Do-Liste besser zu managen.
Sondern darum, wer in deinem Leben eigentlich das letzte Wort hat.
Die äußeren Anforderungen?
Oder deine Werte?
Die Erwartungen anderer?
Oder deine Bedürfnisse?
Die Frage, die mir immer wieder als Reality Check dient:
Spiegelt dein Alltag gerade das Leben wider, auf das du später zurückblicken willst?
Dein Experiment für diese Woche
Such dir eine Sache aus, die du seit Wochen nach unten schiebst.
Eine.
Dann:
- Mach jetzt den ersten Schritt und wenn du sie dir nur als festen Termin in deinen Kalender einträgst.
- Nimm diesen Termin ernst. Er ist der wichtigste in deinem Kalender.
- Schreib dir danach auf:
– Wie habe ich mich vorher gefühlt?
– Wie danach?
Damit schließt du den Learning Loop und dein System erlebt:
Die Welt ist nicht untergegangen.
Aber mein Leben fühlt sich voller an.
Genau so lernt dein Nervensystem, nicht nur auf Dringendes zu reagieren – sondern auch auf Wichtiges.
Welche Sache steht gerade ganz unten auf deiner Liste,
obwohl sie dir eigentlich wichtig ist?
Wenn du magst, antworte mir gern auf diese Mail.
Ich lese jede Antwort 💛
Denk dran, Reader: Du musst nicht warten, bis das Leben fertig ist, um es zu leben.
Mini-Abstimmung
So viele von euch haben vor 2 Wochen abgestimmt. Deswegen bin ich auch heute wieder gespannt auf deine Antwort:
| Kennst du den Glaubenssatz "Das mache ich, wenn meine To Do's erledigt sind?." |
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Soll ich in der nächsten Ausgabe einen weiteren Glaubenssatz unter die Lupe nehmen, der mir häufig begegnet?
| Interessieren dich weitere toxische Glaubenssätze und wie du sie ablegst? |
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Auf ein Leben, das sich so gut anfühlt wie es aussieht.
Deine Chrissi
P.S.: So kannst du den nächsten Schritt gehen:
- Nutze KI, um deine Heldinnengeschichte zu schreiben. In meinem Be Your Own Hero Workshop zeige ich dir Schritt-für-Schritt, wie du dich neu erfindest, deine Stärken entdeckst und einen völlig neuen Blick auf dich wirfst.
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