Du willst dich nie wieder schlecht fühlen? Dann lies das.

Chrissi Münch 💜

Ausgabe 108 |30. März 2026

Du willst dich nie wieder schlecht fühlen? Dann lies das.

Hallo Reader,

letzte Woche bei We Love Mondays fragte eine Teilnehmerin:

„Ich habe eine Grenze gesetzt und bin bei mir geblieben.
Aber die Reaktion war nicht nur positiv – und jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen.

Hast du einen Tipp, wie ich mich dabei nicht so schlecht fühle?"

Und bevor wir darüber sprechen:

Ein riesiges High Five an sie.

Sie hat eine Grenze gesetzt.
Und gespürt, wie es sich anfühlt, bei sich zu bleiben.

Das ist nicht ein großer Durchbruch.

Gleichzeitig steckt in der Frage ein Denkfehler, den ich ständig sehe und selbst nur zu gut kenne.

Wenn ich genug an mir gearbeitet habe, fühlt es sich immer gut an

Egal ob es darum geht, dass wir ...

  • unsere innere Kritikerin los werden
  • ohne Zweifel Entscheidungen treffen
  • unsere Bedürfnisse ohne schlechtes Gewissen kommunizieren wollen

Im Kern gehen wir davon aus, dass wir in unserem Leben an einen Punkt kommen können, wo wir uns immer gut fühlen können.

Und wenn das nicht der Fall ist, ...

  • machen wir etwas falsch
  • sind wir noch nicht weit genug
  • haben noch nicht genug reflektiert, geheilt, an uns gearbeitet.

Hand auf's Herz: kommt dir das bekannt vor?
(Antworte mir auf diese E-Mail. Ich lieb's von euch zu lesen!)

Die größte Lüge der Persönlichkeitsentwicklung

Jahrelang dachte ich, wenn ich mich genug optimiere, kann ich mich immer gut fühlen.

Ich dachte andere Frauen (auf Instagram) haben den Hack, die Lösung, den heiligen Gral gefunden, wie es möglich ist, immer positiv, gut gelaunt, voller Energie und ohne schlechte Tage zu leben.

Während ich journalte, meditierte, Therapie & Coaching machte, zum Sport ging, mich gesund ernährte, fleißig meine Nahrungsergänzungsmittel nahm.

Um dann doch wieder an den Punkt zu gelangen, wo ich mich erschöpft, gestresst oder nicht bei mir gefühlt habe.

Und hier kommt der größte Trugschluss, der uns viel zu oft verkauft wird:

Die Idee, dass du irgendwann an einen Punkt kommen kannst, an dem sich alles nur noch leicht, klar und richtig anfühlt.

Wachstum ist unangenehm.

Auch wenn ich mir das selbst immer mal wieder wünsche, sind weder das Leben noch wir Menschen dafür gemacht, dass wir uns immer gut fühlen.

Das Leben ist messy.
Unsere Gefühle sind wie eine Achterbahnfahrt.
Überall in unserer Natur gibt es Dunkelheit und Licht.

Wir sind dafür gemacht zu wachsen.
Wachstum an sich kann sich nicht immer nur gut anfühlen.

Das erleben wir am direktesten bei einer Sporteinheit, bei der wir uns pushen.

Wir bauen unsere Muskel nur auf, wenn es sich unangenehm anfühlt.

Wenn du anfängst, Grenzen zu setzen,
wird sich das nicht nur gut anfühlen.

Wenn du aufhörst, es allen recht zu machen,
wird sich das nicht nur leicht anfühlen.

Wenn du dich für dich entscheidest,
kann sich das gleichzeitig richtig und falsch anfühlen.

Das ist kein Zeichen, dass du etwas falsch machst.
Das ist ein Zeichen, dass du etwas veränderst.

Was du wirklich machen musst, damit es leichter wird

Statt zu versuchen, das unangenehme Gefühl 'wegmachen zu wollen', zu unterdrücken oder durch positive Affirmationen zu ersetzen, geht es darum, dass du deine eigene Fähigkeit erhöhst, unangenehme Gefühle zu halten.

Yes. Du hast richtig gehört.

Nächstes Mal, wenn du spürst, dass ein unangenehmen Gefühl in dir aufsteigt, und du dich am liebsten ablenken willst, mach etwas radikal anderes.

Setz dich hin.
Schließ deine Augen.
Spüre, wo du in deinem Körper das Gefühl wahrnimmst.
Atme tief in das Gefühl hinein.
Mach das 5x.
Spür nach, wie du dich fühlst.

Sobald du lernst, die Angst vor deinen eigenen Gefühlen zu verlieren, erhöhst du deine Kapazität diese zu spüren.

Dadurch wird es leichter deine Grenzen zu setzen, deiner inneren Kritikerin etwas entgegenzusetzen oder eine Entscheidung trotz Zweifeln zu treffen.

Doch auch dann wirst du die unangenehmen Gefühle nie ausradieren können.

Du kannst aber dafür sorgen, dass sie sich nicht mehr so unangenehm in dir drin anfühlen.

Deine Monday Motivation

Reader, ich habe noch nie eine Frau erlebt, die in ihre nächste Version gewachsen ist und sich dabei nur sicher und selbstbewusst gefühlt hat.

Nie. Auch ich nicht.

Wenn ich neue Räume öffne,
wenn ich vor Menschen spreche,
wenn ich etwas mache, das mir wirklich wichtig ist…

ist da immer auch ein Teil in mir, der zweifelt, der Angst hat, der mich zurückziehen will.

Der Unterschied ist nicht, dass diese Stimme weg ist.
Der Unterschied ist: Ich habe gelernt, sie auszuhalten.

Und genau das ist der Shift, der alles verändert:

Es geht nicht darum, dich so weit zu optimieren, dass du dich immer gut fühlst. Es geht darum, deine Kapazität zu erhöhen, auch das auszuhalten, was sich nicht gut anfühlt.

Das ist auch die Arbeit, die wir in We Love Mondays machen.

Nicht dich „besser fühlen“ zu lassen. Sondern dich stabil genug zu machen, um dich selbst zu halten – in allem, was da ist.

Was nimmst du für dich aus dieser Ausgabe mit?
Du hast eine Frage rund um Selbstführung, die dich nicht loslässt?

Antworte mir gern und verrate es mir.

Auf ein Leben, das sich so gut anfühlt wie es aussieht.
Chrissi 💜

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