Hallo Reader,
heute habe ich zwei Fragen an dich:
Bist du gerne in Kontrolle?
Trägst du viel Verantwortung? Wirst du von vielen als die Starke wahrgenommen (auch wenn das nicht immer ganz stimmt)? Fühlt sich loslassen oder Verletzlichkeit manchmal riskant an?
Und gleichzeitig:
Würdest du dich manchmal gerne mehr fallen lassen? Dinge abgeben, dich sicher fühlen, nicht mehr alle Sorgen alleine tragen?
Wenn du auf beide Fragen mit Ja geantwortet hast, geht es dir wie vielen ambitionierten Frauen.
Was die meisten an dir sehen
Dieses Wochenende war ich mit fünf Unternehmerinnen zusammen in Berlin.
Es war das erste Live-Treffen meines Executive Energy Programms – einem Format, in dem ich Unternehmerinnen das ganze Jahr über begleite. Jeden Monat kommen wir zusammen für Sparring, Impulse und Austausch.
Beim gemeinsamen Dinner stellten wir uns folgende Frage:
„Was an dir sehen Menschen – und was an dir sehen sie nicht?"
Ich saß da und merkte, wie mich diese Frage selbst trifft.
Denn ich kenne diese zwei Seiten sehr gut.
Die Seite, die die meisten sehen:
Stark.
Gut gelaunt.
Viel erreicht.
Mutig.
Geht ihren Weg.
Doch dann gibt es noch die andere Seite, die früher die wenigsten gesehen haben:
Ängstlich.
Unsicher.
Verletzlich.
Weich.
Verträumt.
Warum wir bestimmte Seiten lieber verbergen
Lange Zeit wollte ich diese zweite Seite nicht zeigen. Ich wollte kontrollieren, wie andere mich wahrnehmen.
Was denken sie, wenn ich zweifle?
Was passiert, wenn ich zeige, dass ich nicht alles weiß?
Verliere ich Respekt?
Verliere ich Vertrauen?
Sich verletzlich zu zeigen fühlte sich unsicher an. Riskant.
Das erlebe ich auch so oft bei den Frauen, mit denen ich arbeite.
Ambitioniert. Viel erreicht. Viel Verantwortung.
Kontrolle behalten, Dinge umsetzen, anderen einen Rat geben - all das fühlt sich sicher an.
Loslassen. Vertrauen. Sich zeigen, wie man wirklich ist.
All das fühlt sich fremd an. Manchmal sogar gefährlich.
Und ich verstehe das.
Denn wenn wir 'die Starke', zu unserer Identität gemacht haben, fühlt sich verletzlich zeigen wie eine Gefahr an.
Also reißen wir uns zusammen.
Behalten die Kontrolle.
Funktioneren weiter.
Bis wir irgendwann nicht mehr können.
Was Verletzlichkeit wirklich kostet – wenn wir sie vermeiden
Wir denken, es ist sicherer alles zu kontrollieren und unserem Umfeld nie wirklich zu zeigen, wie's uns geht.
Doch genau das Gegenteil ist der Fall:
Solange wir Seiten von uns versteckt halten, können wir uns nie wirklich sicher fühlen. Wir sind immer auf der Hut. Müssen eine Maske aufrechterhalten.
Und das hat seinen Preis.
Es kostet nicht nur Energie. Sondern auch Nähe.
Denn Menschen spüren, wenn jemand nicht ganz da ist. Wenn da eine Distanz ist, die wir uns vielleicht nicht wirklich erklären können, aber fühlen.
Die Maske als Schutz hat lange funktioniert.
Aber irgendwann beginnt dieser Schutz, dich von genau dem fernzuhalten, was du dir eigentlich wünschst: echte Verbindung.
Das Gefühl, wirklich gesehen zu werden. Nicht nur für das, was du leistest – sondern dafür, wer du bist.
Was Verletzlichkeit wirklich bringt
Tiefe Verbindung entsteht nicht wenn wir perfekt sind, sondern wenn wir echt sind.
Wenn du dich zeigst – mit deinen Zweifeln, deinen schwierigen Momenten, deinen unvollkommenen Entscheidungen – passiert etwas Unerwartetes: Menschen kommen näher.
Nicht weil sie Schwäche sehen.
Sondern weil sie sich selbst wiedererkennen.
Wir können nicht selektiv fühlen.
Wer sich emotional abschirmt, um nicht verletzt zu wirken, schirmt sich nicht nur gegen die schwierigen Gefühle ab. Sondern auch gegen die schönen.
Gegen echte Freude.
Gegen Leichtigkeit.
Gegen das Gefühl, vollständig anzukommen.
In einem Gespräch, in einer Beziehung, in einem Moment.
Die Frauen, die ich begleite, beschreiben das manchmal so: „Von Außen betrachtet ist eigentlich alles gut. Aber es fühlt sich nicht so an."
Das ist kein Zufall. Das ist die Kehrseite des Schutzes.
Nimm dich mit all deinen Seiten an
Sich verletzlich zu zeigen verändert nicht nur, wie andere dich sehen. Es verändert, wie du dich selbst siehst.
Solange du bestimmte Seiten von dir versteckst, sendest du dir selbst die stille Botschaft: Diese Seite ist nicht okay. Die darf nicht sein. Die muss ich kontrollieren.
Verletzlichkeit zuzulassen bedeutet auch, sich selbst gegenüber ehrlicher zu werden. Sich selbst mehr Raum zu geben. Sich nicht mehr in eine Version von dir zu pressen, die immer funktioniert.
Das ist keine Schwäche. Das ist eine der mutigsten Entscheidungen, die ich kenne.
Was sich verändert, wenn du dich zeigst
Sich zu zeigen ist kein Kontrollverlust.
Es ist eine Entscheidung dafür, nicht mehr so viel Energie dafür aufzuwenden, jemand zu sein, der du nicht immer bist.
Selbst in meiner Executive Energy Gruppe habe ich offen über meine Zweifel gesprochen.
Früher wäre das undenkbar für mich gewesen – schließlich bin ich die Coach, die schon zehn Schritte weiter ist. Heute weiß ich, dass auch das eine Story war, die mich schützen wollte.
Den Gegenbeweis habe ich direkt am Wochenende erhalten.
Unser Austausch war nur so tief und ehrlich, weil ich mich selbst geöffnet habe – und damit allen erlaubt habe, sich so zu zeigen wie sie wirklich sind.
Es braucht mehr Mut, sich zu öffnen.
Doch was du dafür erhältst, ist unbezahlbar: wirklich gesehen zu werden, verstanden zu werden, gehalten zu werden. So entstehen die tiefen Verbindungen, die uns so sehr nähren.
Zum Reflektieren
Welche Seite von dir darf noch nicht gesehen werden – und was würde sich verändern, wenn sie es dürfte?
Ich freue mich, wenn du mir antwortest.
Meine Monday Motivation für dich
Reader, du bist ein wundervoller Mensch - mit all deinen Seiten. Gerade dein Herz, deine Gefühle, deine tiefen Bedürfnisse machen dich so menschlich - und das wiederum macht dich so wunderschön.
Erlaube dir, dich mehr zu zeigen.
Wenn du magst fang bei mir an.
Auf ein Leben, das sich so gut anfühlt wie es aussieht.
Chrissi 💜
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