Hallo Reader,
nach meinem Burnout war ich ausgebrannt, hatte monatelang wenig Energie und konnte plötzlich nicht mehr wie gewohnt leisten.
Das war hart.
Doch was mich wirklich schockierte, war die Tatsache, dass ich Jahrzehnte lang geglaubt hatte, dass mehr Leistung irgendwann dazu führen wird, dass sich mein Leben so anfühlt wie ich es mir wünsche. Dass *ich* mich endlich so fühle, wie ich es mir wünsche.
Und selbst als ich kognitiv verstanden hatte, dass mich mehr Leistung, mehr Erfolge, mehr Follower nicht glücklich machen werden, wollte ein Teil von mir es nicht wahrhaben.
Denn wenn Leistung nicht die Antwort ist…
… warum strengen wir uns dann alle so sehr an?
Das Versprechen, das nie erfüllt wird
Über Jahre habe ich mich angestrengt.
In der Schule.
Im Studium.
Im Job.
Als Unternehmerin.
Als Mama.
Mein Ziel war es nie unbedingt, die Beste zu sein.
Aber ich wollte definitiv nicht durchschnittlich sein.
Lange Zeit gab es eine Stimme in mir, die überzeugt war:
“Wenn du nur noch ein bisschen erfolgreicher wirst, dann..."
Das was nach dem 'dann' folgen sollte, hatte ich gar nicht so richtig ausformuliert.
Dann kannst du stolz auf dich sein.
Dann darfst du dich sicher fühlen.
Dann wirst du endlich das Gefühl haben, angekommen zu sein.
Sowas in der Richtung.
Das Verrückte ist:
Ich habe dieses “Dann” immer und immer wieder erlebt.
Ich habe Ziele erreicht.
Dinge aufgebaut.
Tolles Feedback von Außen bekommen.
Erfolge gefeiert.
Und jedes Mal fühlte es sich kurz gut an.
Und dann war sie auch schon wieder da.
Die Stimme, die mir sagte:
“Ja, schön. Und jetzt geht's weiter.”
Das Problem ist nicht, dass ich noch nicht genug erreicht hatte
Heute glaube ich, dass viele ambitionierte Frauen ein Problem haben, das sie falsch diagnostizieren.
Sie denken, ihnen fehlt noch etwas.
Mehr Erfolg.
Mehr Selbstvertrauen.
Mehr Disziplin.
Mehr Klarheit.
Mehr Anerkennung.
Oder einer der Hauptgründe, den ich in meinen Coachings immer wieder höre und auch von mir selbst kenne: "Wenn ich mich nur besser strukturiert wäre, meinen Kalender besser im Griff hätte..."
Doch was fehlt, ist etwas anderes.
Die Fähigkeit, sich wertvoll zu fühlen, ohne es sich verdienen zu müssen.
Ich dachte lange, mein Problem sei, dass ich noch nicht genug erreicht hatte.
Doch in Wahrheit war mein Problem, dass ich hoffte, irgendein erreichtes Ziel im Außen würde mir endlich die Erlaubnis geben, mich im Inneren gut zu fühlen.
Etwas, was unmöglich ist.
Das schwarze Loch
Denn in mir gibt es ein großes schwarzes Loch.
Ein Loch, das nie voll werden wollte.
Früher versuchte ich es mit Parties.
Später mit erledigten To-do-Listen.
Dann mit allen möglichen Hacks der Selbstoptimierung.
Und immer mal wieder mit Macademia Vanilla Eiscreme.
Immer in der Hoffnung, dass ich mich danach endlich anders fühlen würde.
Wertvoller.
Sicherer.
Mehr angekommen.
Doch egal, was ich in dieses Loch hineinwarf – es wollte einfach nicht voll werden.
Warum Leistung niemals Selbstwert erzeugen kann
Leistung kann Erfolg erzeugen.
Aber Leistung kann niemals Selbstwert erzeugen.
Denn Leistung beantwortet die Frage:
“Wie gut habe ich etwas gemacht?”
Selbstwert beantwortet die Frage:
“Wie wertvoll bin ich als Mensch?”
Und das sind zwei komplett unterschiedliche Fragen. Auch wenn unsere Gesellschaft uns tagtäglich versucht vom Gegenteil zu überzeugen.
Das Problem beginnt in dem Moment, in dem wir versuchen, die zweite Frage über die erste zu beantworten.
Wenn wir hoffen, dass die Beförderung uns endlich das Gefühl gibt, gut genug zu sein.
Wenn wir glauben, dass wir uns nach dem nächsten Umsatzziel endlich entspannen können.
Wenn wir darauf warten, dass die Zahl auf der Waage, das Lob vom Chef oder der Erfolg unseres Business uns endlich bestätigt.
Dann wird Leistung zu etwas, das sie niemals leisten kann.
Und jeder Erfolg wird sich nur für einen Augenblick gut anfühlen.
Weil das Problem nie der Erfolg war.
Sondern die Bedeutung, die wir ihm gegeben haben.
Viele erfolgreiche Frauen haben kein Leistungsproblem. Sie haben ein Selbstwertproblem.
Das klingt hart.
Doch in meinen Coachings sehe ich es immer wieder.
Die Frauen, die am meisten leisten, sind häufig nicht die Frauen mit dem höchsten Selbstwert. Oft ist das Gegenteil der Fall.
Sie leisten so viel, weil sie sich innerlich nicht gut genug fühlen.
Weil sie hoffen, dass die nächste Beförderung, der nächste Meilenstein oder das nächste erreichte Ziel ihnen endlich das Gefühl gibt, angekommen zu sein.
Doch genau darin liegt die Falle.
Ein schwarzes Loch hat eine besondere Eigenschaft:
Es verschlingt alles, was in seine Nähe kommt.
Und verlangt immer nach mehr.
Das Problem sind nicht die Ziele
Versteh mich nicht falsch.
Ich liebe Entwicklung, Fortschritt, große Ziele und bin fest davon überzeugt, dass Leistung zu einem erfüllten Leben dazugehört.
Doch solange du deinen Wert daran knüpfst, was du erreichst, wird dein Nervensystem konstant im Alarmmodus bleiben. Weil es immer noch etwas zu tun gibt.
Die To Do Liste ist nie leer.
Es gibt immer etwas, was wir besser machen können.
Solange du dich darüber definierst, wird dein System nie zur Ruhe kommen. Und irgendwann wird aus der Ambition, die dich so weit gebracht hat, innerer Druck und Erschöpfung.
Die Frage, die alles verändert
Der größte Shift meines Lebens war deshalb nicht, weniger ambitioniert zu werden.
Sondern meinen Wert von meiner Leistung zu entkoppeln.
Heute verfolge ich weiterhin große Ziele.
Aber nicht mehr, um mich wertvoll zu fühlen.
Sondern weil sie mich begeistern.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Denn das eine fühlt sich an wie ein Rennen, dessen Ziellinie immer weiter nach hinten rückt. Das andere fühlt sich an wie Rückenwind.
Drei Fragen für dich
- Woran merkst du, dass du deinen Wert manchmal an Leistung koppelst?
- Welches Ziel hoffst du insgeheim wird dafür sorgen, dass du dich endlich gut genug fühlst?
- Wer wärst du, wenn dieses Ziel nichts über deinen Wert aussagen würde?
Falls du tiefer eintauchen möchtest…
Genau über diese Themen sprechen wir auch in der We Love Mondays Akademie.
Nicht darüber, wie du noch produktiver wirst. Sondern darüber, wer du bist, wenn du deinen Wert nicht ständig beweisen musst.
Die nächste Kohorte startet im Oktober.
Wenn du dabei sein möchtest, kannst du dich hier unverbindlich auf die Warteliste setzen und bekommst einen Bonus, sobald die Anmeldung wieder öffnet. Es gibt nur limitierte Plätze.
→ Ja, Chrissi, ich will meine Ziele mit Leichtigkeit verfolgen
Du hast es verdient, dass sich dein Leben nicht nur erfolgreich anfühlt, sondern auch leicht.
Deine Chrissi 💜
Solange man 'den Richtigen' gefunden hat, läuft ab dann alles von alleine. Glücklich bis ans Ende. Ohne etwas dafür zu tun.
Dass das nicht stimmt, weiß ich nach 14 Jahren Beziehung.
Genau darüber habe ich letzte Woche mit der Psychologin und Autorin Linda-Marlen Leinweber gesprochen. Für mich eines der wichtigsten Gespräche, das ich je im Honest Talk geführt habe. Denn viel zu häufig nehmen wir uns für unsere Beziehung weniger Zeit als für unsere Karriere.
Heute teile ich mit dir die wichtigsten Punkte.
Verbindung entsteht nicht zufällig.
Das klingt auf den ersten Blick vielleicht unromantisch. Doch ich glaube, es ist der Grundgedanke, den wir verinnerlichen dürfen, um die Verbindung aufrecht zu erhalten oder wieder aufleben zu lassen.
Denn viele Beziehungen scheitern nicht daran, dass die Liebe weg ist - auch wenn es sich zwischenzeitlich so anfühlen kann. Sondern sie scheitern daran, dass der Alltag sie verdrängt. Volle Kalender, To-Do-Listen, Kinder, Beruf. Irgendwann sitzt man sich gegenüber und merkt: Wir reden zwar, aber wir reden nicht mehr miteinander.
Linda hat es im Gespräch so formuliert:
Wir investieren enorm viel in unsere berufliche Entwicklung. Wir planen, strukturieren, tracken Fortschritte. Unsere Beziehungen hingegen überlassen wir oft dem Zufall – und wundern uns dann, warum die Verbindung nachlässt.
Die Harvard-Studie über Glück und Zufriedenheit, die über 80 Jahre lief, hat übrigens genau das bestätigt: Der größte Faktor für ein erfülltes Leben sind nicht Erfolg, Geld oder Status. Es sind tiefe, echte Beziehungen.
Was in unserer Ehe konkret hilft
Wir haben auch Phasen gehabt, in denen wir nebeneinander gelebt haben. Gerade als Atlas noch klein war, ging es mehr darum, irgendwie klar zu kommen und uns als Paar wiederzufinden.
Was uns geholfen hat: Wir haben aufgehört, auf zufällige Momente des Austauschs und der Nähe zu warten. Stattdessen haben wir feste Fenster eingebaut.
Freitags haben wir Date Night. Manchmal gehen wir ins Hammam, manchmal spazieren, manchmal ins Kino oder Movie Night zu Hause. Der Ort ist egal. Was zählt: Wir interessieren uns füreinander und teilen gemeinsame Interessen (wir beide lieben Filme).
Samstagvormittags haben wir unseren “Beziehungs-Check-in”. Admin-Themen, Pläne, aber auch: was läuft gerade gut, was beschäftigt mich, was brauchst du von mir.
Klingt nach einem Terminkalender für die Ehe? Ist es auch. Doch uns beide entspannt das total. Wir wissen wir haben unsere Räume und können unter der Woche Themen parken, die sich am Abend vielleicht zu schwer anfühlen würden.
Linda erklärt im Buch, warum das so wichtig ist:
Rituale geben uns Sicherheit. Das Gehirn liebt Vorhersehbarkeit. Wenn ein positives Muster sich wiederholt, schüttet es Dopamin, Serotonin und Oxytocin aus – also genau die Hormone, die uns das Gefühl geben: Alles ist gut. Ich bin verbunden. Ich bin sicher.
Was mich dabei am meisten überrascht hat: Rituale helfen besonders dann, wenn die Verbindung sich gerade nicht so gut anfühlt. Gerade dann brauchen wir diese Anker.
Drei Fragen, die euch näher bringen
Manchmal ist es schwer, den ersten Schritt zu machen. Besonders wenn die Verbindung gerade ein bisschen eingestaubt ist.
Was ich total empfehlen kann, ist sich Hilfe zu holen. Egal ob in Form eines Paarcoachings oder ganz niedrigschwellig durch Fragen wie z.B. von 'Sondermoment'. Mit diesem Kartenset haben wir schon richtig schöne Gespräche geführt.
Zum Start hier drei Fragen, die sich in unserem Alltag bewährt haben. Gerade weil sie nicht so in die Tiefe gehen, sondern sich auf positive Erinnerungen konzentrieren.
👉 Was war für dich ein Moment dieses Jahr, den du nicht vergessen wirst?
👉 Was ist eine gemeinsame Erinnerung, an die du dich gerne erinnerst?
👉 Was ist etwas, das du gerade genießt in unserem Leben?
Du wirst merken: Aus solchen Fragen entstehen oft die Gespräche, die sich danach wie ein langer Ausatem anfühlen.
Warum es sich lohnt zuerst bei dir anzufangen
Eines der größten Geschenke, die ich unserer Beziehung gemacht habe, ist mich selbst gut kennenzulernen.
Was brauche ich wirklich, damit es mir gut geht?
Was wünsche ich mir von meinem Leben wirklich?
Da ich selbst früher einen ängstlich-ambivalenten Bindungsstil hatte, mit niedrigem Selbstwert und People Pleaser Tendenzen, fiel es mir schwer in meiner Beziehung klar zu sagen, was ich brauche, damit ich mich wohl und sicher fühle. Teilweise hatte ich das Gefühl, ich habe mich in meiner Beziehung verloren, irgendwann habe ich begonnen zu rebellieren.
Der Weg zu einer sicheren Bindung began bei mir selbst.
Genau darum geht es auch bei We Love Mondays. Um den Weg zurück zu dir, zu deinen Stärken, zu deinen Bedürfnissen. Auch wenn Beziehungen kein Fokus sind, haben mir zwei Frauen gesagt, dass We Love Mondays ihre Ehe gerettet hat. Weil sie verstanden haben, was sie brauchen, um glücklich zu sein und wertvoll genug, damit sie sich genau das auch erlauben.
Die 8. Kohorte startet im Herbst. Wenn du dabei sein willst:
» Jetzt auf die Warteliste setzen (+ Bonus sichern)
Reader, was ist ein Ritual oder ein Zeitfenster, das ihr als Paar habt – oder haben wollt? Schreib mir gerne.
Auf ein Leben, das sich so gut anfühlt wie es aussieht.
Deine Chrissi 💜
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