Wie sehr bestimmt People Pleasing dein Leben 🤷‍♀️

Chrissi Münch

Ausgabe 127 | 10. August 2026

Wie sehr bestimmt People Pleasing dein Leben 🤷‍♀️

Hallo Reader,

People Pleasing hat früher große Teile meines Lebens bestimmt.

Wie ich letzte Woche auf LinkedIn geteilt habe, bin ich früh zum Chamäleon geworden. Aus Angst, nicht dazuzugehören, passte ich mich an.

Wenn eine Freundin sauer auf mich war, konnte ich das kaum aushalten. Es beschäftigte mich so sehr, dass ich alles dafür tat, die Situation möglichst schnell wieder zu klären.

Bei der Arbeit dachte ich darüber nach, ob meine E-Mail vielleicht missverständlich angekommen war. Ob die Person jetzt sauer auf mich sein könnte. Ob ich noch etwas hinterherschicken sollte, um sicherzugehen.

Ich sagte Ja zu Dingen, obwohl ich innerlich ein Nein spürte. Ich versuchte, Erwartungen zu erfüllen, bevor sie überhaupt ausgesprochen wurden.

Dabei hielt ich mich für besonders empathisch und unkompliziert.

Heute weiß ich: Vieles davon war People Pleasing.

Kennst du das auch, Reader?

Ich schreibe gerade das Kapitel über People Pleasing für mein Buch und beschäftige mich deshalb sehr intensiv mit dem Thema.

Und ich bin neugierig, wie es dir damit geht.

Deshalb habe ich heute einen kleinen Selbstcheck für dich.

Wie ausgeprägt ist deine People-Pleasing-Tendenz?

Bewerte jede Aussage ganz spontan:

0 Punkte = trifft gar nicht auf mich zu
1 Punkt = trifft manchmal auf mich zu
2 Punkte = trifft häufig auf mich zu
3 Punkte = trifft sehr häufig auf mich zu

  1. Ich sage Ja zu Dingen, obwohl ich innerlich eigentlich Nein sagen möchte.
  2. Wenn jemand enttäuscht, genervt oder sauer auf mich ist, beschäftigt mich das lange.
  3. Bevor ich eine Entscheidung treffe, denke ich darüber nach, wie andere darauf reagieren könnten.
  4. Ich erkläre oder rechtfertige meine Entscheidungen ausführlich, damit mein Gegenüber sie nachvollziehen kann.
  5. In Konflikten fällt es mir schwer, bei meiner Meinung oder meinem Bedürfnis zu bleiben.
  6. Ich fühle mich schnell schuldig, wenn ich meine eigenen Bedürfnisse über die eines anderen stelle.
  7. Ich übernehme häufig Verantwortung für die Gefühle anderer – zum Beispiel indem ich versuche, ihre Enttäuschung, schlechte Laune oder Unsicherheit zu verhindern.
  8. Ich passe mich in unterschiedlichen Beziehungen oder Gruppen an und zeige nicht immer offen, was ich wirklich denke oder möchte.
  9. Es fällt mir schwer, um etwas zu bitten oder Hilfe anzunehmen, weil ich niemandem zur Last fallen möchte.
  10. Kritik oder das Gefühl, jemand könnte mich nicht mögen, löst in mir schnell Selbstzweifel aus.
  11. Ich merke manchmal erst im Nachhinein, dass mir etwas eigentlich zu viel war oder ich etwas gar nicht wollte.
  12. Ich tue Dinge für andere nicht nur, weil ich sie tun möchte, sondern auch, weil ich Angst habe, sonst egoistisch, schwierig oder enttäuschend zu wirken.

Deine Auswertung

Zähle jetzt deine Punkte zusammen.

0–8 Punkte: Die Selbstverbundene
Du kannst dich ziemlich gut bei dir halten.

Die Wünsche und Meinungen anderer sind dir nicht egal – aber sie bestimmen deine Entscheidungen in der Regel nicht.

Du kannst relativ gut Nein sagen, unterschiedliche Meinungen aushalten und akzeptieren, dass andere Menschen auch einmal enttäuscht von dir sein dürfen.

Und genau das ist wichtig: Wenig People Pleasing bedeutet nicht, weniger empathisch oder liebevoll zu sein. Du kannst für andere da sein, ohne dich dafür selbst zu verlieren.

9–17 Punkte: Die situativ Angepasste
Der People Pleaser meldet sich gelegentlich.

Du kennst Situationen, in denen du dich anpasst, nachgibst oder lieber nichts sagst. Das passiert nicht immer, sondern vor allem bei bestimmten Menschen: im Job, in deiner Partnerschaft, in deiner Familie oder gegenüber Personen, deren Anerkennung dir besonders wichtig ist.

Spannend ist deshalb weniger die Frage: „Bin ich ein People Pleaser?“ Sondern:

Bei wem werde ich zum People Pleaser – und was befürchte ich, würde passieren, wenn ich es nicht wäre?

18–26 Punkte: Die Harmonie-Wahrerin
People Pleasing beeinflusst dich deutlich.

Harmonie, Anerkennung und die Gefühle anderer spielen wahrscheinlich eine große Rolle bei deinen Entscheidungen.

Du weißt vielleicht sogar oft, was du möchtest – trotzdem fällt es dir schwer, danach zu handeln, sobald jemand anderes davon enttäuscht sein könnte.

Nach außen wirkst du dadurch vielleicht unkompliziert, hilfsbereit und souverän. Während sich innerlich Frust, Druck oder Erschöpfung ansammeln.

Für dich geht es nicht darum, weniger empathisch zu werden. Sondern dich selbst genauso ernst zu nehmen wie die Menschen um dich herum.

27–36 Punkte: Die Selbstverlassene
Du verlässt dich selbst, um Verbindung zu sichern.

People Pleasing scheint bei dir nicht nur in einzelnen Situationen aufzutauchen, sondern viele deiner Beziehungen und Entscheidungen zu beeinflussen.

Vielleicht bist du richtig gut darin geworden, zu spüren, was andere brauchen, erwarten oder von dir halten. Die schwierigere Frage lautet daher: Was brauche ich eigentlich?

Denn People Pleasing entsteht nicht einfach daraus, dass wir „zu nett“ sind.

Oft steckt darunter die Angst, dass Zugehörigkeit, Liebe oder Anerkennung gefährdet sein könnten, wenn wir Nein sagen, widersprechen, Grenzen setzen oder jemanden enttäuschen.

Und genau deshalb lässt sich People Pleasing auch nicht einfach dadurch lösen, dass wir uns vornehmen:

„Ab morgen sage ich häufiger Nein.“

Wir dürfen lernen, etwas viel Schwierigeres auszuhalten:

Dass jemand enttäuscht von uns sein kann – und wir trotzdem okay sind.

Dass jemand unsere Entscheidung nicht versteht – und wir sie trotzdem treffen dürfen.

Dass wir zu einer Gruppe gehören können, ohne uns ihr anzupassen.

Und dass unsere Bedürfnisse nicht erst dann wichtig werden, wenn alle anderen versorgt sind, sondern genauso wichtig sind, wie die der anderen.

Jetzt bin ich neugierig:

Wie viele Punkte hattest du?

Und vielleicht noch spannender:

Bei welcher der zwölf Aussagen dachtest du sofort: „Oh. Erwischt.“?

Antworte mir gern auf diese Mail und schreib mir einfach deine Punktzahl. Und wenn du magst, erzähl mir auch, wie sich People Pleasing in deinem Leben zeigt.

Ich lese wirklich jede Antwort und bin gerade für mein Buch besonders gespannt auf eure unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Thema. 💜

Du möchtest People Pleasing nicht nur verstehen, sondern wirklich etwas verändern?

Wenn du deine eigenen Bedürfnisse nicht länger hinten anstellen, klarer für dich einstehen und Entscheidungen weniger davon abhängig machen möchtest, was andere von dir denken, dann ist We Love Mondays genau dafür entstanden.

In meiner Akademie arbeiten wir acht Wochen lang daran, dich selbst wieder zur wichtigsten Orientierung für dein Leben zu machen.

Die achte Kohorte startet im Oktober.

Die Anmeldung ist aktuell ausschließlich für meine Newsletter-Abonnentinnen geöffnet. Es gibt 12 Plätze – 3 davon sind bereits vergeben.

Wenn du Lust hast mehr zu erfahren, dann lass uns im nächsten Schritt sprechen. Ich freu mich darauf dich kennenzulernen!! 💜

>> Ja, ich will mit dir sprechen Chrissi

Und denk dran, liebe Reader, ganz unabhängig von deiner Punktzahl, hast du's verdient, dir ein Leben zu gestalten, das sich so gut anfühlt wie es aussieht!!

Von Herzen,
Deine Chrissi

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