Deswegen fällt es dir schwer, Grenzen zu setzen.

Chrissi Münch 💜

Ausgabe 107 |23. März 2026

Deswegen fällt es dir schwer, Grenzen zu setzen.

Hallo Reader,

nach meinem letzten Newsletter über Grenzen habe ich einige spannende Antworten bekommen.

Eine davon kam von Julia.

Sie schrieb mir:

„Das Drama – die negativen Reaktionen auf meine Grenzen – passiert oft nur in meinem Kopf. Trotzdem hilft es mir unglaublich, eine Strategie zu haben, wie ich damit umgehen kann.“

Dieser Satz hat mich zum Nachdenken gebracht.

Denn solange wir uns nicht sicher fühlen, eine Grenze zu setzen, wird es uns schwer fallen.

(👉 Du möchtest Grenzen setzen ohne schlechtes Gewissen? Melde dich hier zum Honest Talk an. Kostenlos. Mit Aufzeichnung.)

Das führt oft zu drei Konsequenzen.

1. Wir setzen die Grenze gar nicht

Du willst beruflich oder privat eine Grenze kommunizieren und spielst das Gespräch vorab zehnmal durch.

Du erwartest:

Unverständnis.
Enttäuschung.
Ablehnung.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass - wie Julia es auch selbst sagt - das Drama meist nur in unserem Kopf stattfindet.

Ich könnte dir hier Beispiel um Beispiel auflisten aus meinen Coachings und We Love Mondays Sessions, in denen Frauen wie du und ich begonnen haben, ihre Grenze zu kommunizieren und ihr Umfeld ganz undramatisch und verständnisvoll reagiert hat.

Viele meiner Coachees haben dadurch sogar an Standing und Respekt gewonnen.

Doch gleichzeitig gibt es natürlich die Option.

Also lass uns über den Elefanten im Raum sprechen:

Theoretisch könnte dein Gegenüber mit absolutem Unverständnis reagieren.

Und genau hier wird es interessant.

Denn das eigentliche Problem ist oft nicht die mögliche Reaktion.

Sondern dass wir uns selbst nicht zutrauen, mit dieser Reaktion umgehen zu können.

2. Wir setzen eine Grenze – und fühlen uns danach schlecht

Du hast verstanden, dass es wichtig ist, Grenzen zu setzen.

Also nimmst du dir am Sonntag Zeit für dich.

Du gehst joggen.
Danach duschen.
Machst dir einen Smoothie.

Doch gleichzeitig fragt der Partner oder die Kids, ob du nicht etwas mit ihnen machen willst.

Und dein schlechtes Gewissen kommt hoch.

Bin ich zu egoistisch?
Sollte ich diese Zeit anders nutzen?
Habe ich mir das verdient?

Und du stellst deine Grenze wieder in Frage.

Du denkst, wenn es richtig wäre, dass ich mir die Zeit nehme, sollte es sich einfach nur gut anfühlen.

Weil wir es gewohnt sind, in Kategorien zu denken.

Entweder ich kümmere mich um andere.
Oder ich kümmere mich um mich.

Doch im echten Leben ist es oft nicht so eindeutig.

Du kannst deine Familie lieben und trotzdem zwei Stunden für dich brauchen.

Du kannst eine engagierte Kollegin sein und trotzdem ein Meeting absagen.

Du kannst eine Grenze setzen und dabei trotzdem ein kleines schlechtes Gewissen spüren.

"Two things can be true at the same time."

Die Frage ist auch hier, ob du dein schlechtes Gewissen aushalten kannst - oder deswegen die Grenze wieder verwirfst.

3. Wir setzen die Grenze zu spät – und dann zu hart

Eine weitere Konsequenz, die ich aus erster Hand kenne, ist Grenzen zu hart zu kommunizieren.

Nachdem unser Sohn geboren wurde, habe ich einen Großteil der Care-Arbeit übernommen.

Teilweise abgesprochen, da mein Mann gerade einen neuen Job angenommen hat und ich zwischen zwei Selbstständigkeiten steckte.

Teilweise hat es sich so ergeben.

Monatelang bin ich also über meine eigenen Bedürfnisse und Grenzen hinweggegangen, bis ich erst implodierte, dann explodierte.

Ich kommunizierte meine Grenzen meinem Partner gegenüber entweder wütend oder passiv-aggressiv.

Das klang dann etwa so:

"Ich bin jetzt auch mal dran. Also mache ich jetzt x, y, z."

Diese starken Gefühle waren damals mein Weg überhaupt Grenzen zu setzen.

Doch ich bin dabei vom einen Extrem (ich kommuniziere keine Grenzen) zum anderen Extrem (ich setze meine Grenzen wütend und hart) gegangen.

Was mir damals fehlte, war genau das gleiche wie bei den anderen Beispielen.

Der eigentliche Kern beim Grenzen setzen

Wenn du diese drei Dynamiken anschaust, fällt etwas auf.

Sie haben alle denselben Ursprung.

Es geht nicht wirklich um die Formulierung der Grenze.

Es geht um unsere innere Sicherheit im Umgang mit Gefühlen.

Die Gefühle unseres Gegenübers.
Und unsere eigenen.

Solange wir glauben, dass wir diese Gefühle nicht aushalten können, wird unser System versuchen, sie zu vermeiden.

Und der einfachste Weg dafür ist:

Ja sagen.
Uns selbst zurücknehmen.
Oder die Grenze erst durchsetzen, wenn der Druck zu groß wird.

Innere Sicherheit bedeutet nicht, dass sich alles gut anfühlt.

Sie bedeutet, dass du dir selbst zutraust, auch mit unangenehmen Gefühlen umgehen zu können.

Mit deinem eigenen schlechten Gewissen.
Oder auch mit dem Widerstand oder der Enttäuschung eines anderen Menschen.

Je mehr innere Sicherheit du entwickelst, desto weniger dramatisch fühlt sich Grenzen setzen an.

Weil du weißt, egal, was passiert:

Ich kann damit umgehen.

Honest Talk: Grenzen setzen ohne schlechtes Gewissen

Genau darüber möchte ich im nächsten Honest Talk sprechen.

Übermorgen hoste ich eine Solo-Session zum Thema:

Grenzen setzen ohne schlechtes Gewissen.

Wir schauen uns gemeinsam an:

– warum unser Kopf beim Grenzen setzen so oft Drama produziert
– wie du deine emotionale Kapazität stärken kannst
– und drei Schritte, mit denen du deinen Grenzmuskel trainierst

👉 Hier kannst du dich zum Honest Talk anmelden.

Ich freue mich so sehr, wenn du dabei bist.

Es wird eine interaktive Session und ich bin schon ganz gespannt viele von euch dort live zu sehen. Falls du's nicht live schaffst, melde dich unbedingt trotzdem an, um danach die Aufzeichnung zu bekommen.

Meine Monday Motivation

Reader,

Grenzen setzen bedeutet nicht, dass niemand enttäuscht sein darf.

Es bedeutet nur, dass du dich selbst nicht mehr übergehst, um jedes Gefühl im Raum zu regulieren.

Manchmal beginnt innere Sicherheit mit einem einfachen Gedanken:

Ich kann damit umgehen.

Teil gern deine Gedanken mit mir zum Thema und auch deine Frage, auf die ich im Honest Talk unbedingt eingehen soll.

Auf ein Leben, das sich so gut anfühlt wie es aussieht.
Deine Chrissi

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